Das Ausfallrisiko bezeichnet die Gefahr, dass ein Emittent Zinsen oder Nennwert ganz oder teilweise nicht zurückzahlen kann. Bei Anleihen ist es eine zentrale Risikodimension.
Höhere Renditen sind im Anleihebereich fast immer ein Preis für höheres Ausfallrisiko. Bonität, Rating und Emittentenstruktur helfen, dieses Risiko einzuschätzen.
Beispiel
Hochzinsanleihen bieten höhere Kupons als Staatsanleihen guter Bonität – weil die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls historisch deutlich höher ist.
Häufige Verwechslung
Ausfallrisiken sind selten gleichmäßig verteilt. In Krisen treten sie in Wellen auf und treffen besonders schwächere Schuldner.
Merksatz
Das Ausfallrisiko ist die Gefahr, dass nicht zurückgezahlt wird – höhere Zinsen sind sein Preis.