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Markt, Rendite & Risiko

Cost-Average-Effekt

Effekt regelmäßiger gleich hoher Käufe: bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile.

Auch genannt: Durchschnittskosteneffekt · Dollar-Cost-Averaging · Cost Averaging

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) entsteht, wenn man in festen Zeitabständen einen gleichbleibenden Betrag investiert – etwa monatlich über einen Sparplan. Weil der Betrag konstant bleibt, erhält man bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Über die Zeit ergibt sich daraus ein durchschnittlicher Kaufkurs, der unter dem rechnerischen Mittel der einzelnen Kurse liegt.


Ein Sparplan mit festem Betrag nimmt die Frage nach dem „richtigen" Einstiegszeitpunkt aus der Entscheidung. Man investiert automatisch und diszipliniert weiter – auch in schwachen Marktphasen, in denen viele Anleger aus Angst pausieren. Der praktische Nutzen liegt vor allem in der Routine und der emotionalen Entlastung.

Beispiel

Wer monatlich 100 € in einen ETF investiert, erhält bei einem Anteilskurs von 50 € zwei Anteile, bei 25 € vier Anteile und bei 100 € nur einen. Über mehrere Monate sinkt so der durchschnittliche Einstandspreis gegenüber einem ungünstig getimten Einmalkauf.

Häufige Verwechslung

Der Cost-Average-Effekt ist kein Renditebooster. Weil Märkte langfristig häufiger steigen als fallen, bringt eine sofortige Einmalanlage im statistischen Mittel sogar eine etwas höhere Rendite als gestückeltes Investieren. Sein Wert liegt nicht in mehr Rendite, sondern in Disziplin und einem geringeren Timing-Risiko.

Merksatz

Der Cost-Average-Effekt erspart die Frage nach dem perfekten Einstieg – sein Gewinn ist Disziplin, nicht mehr Rendite.


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