Volatilität misst, wie stark sich Kurse oder Renditen einer Anlage um ihren Mittelwert bewegen. Üblicherweise wird sie als Standardabweichung der jährlichen Renditen in Prozent angegeben. Eine Volatilität von 15 % bedeutet grob: In rund zwei von drei Jahren liegt die tatsächliche Rendite innerhalb von ±15 Prozentpunkten um den langfristigen Mittelwert. In einem von drei Jahren weicht sie stärker ab – nach oben oder nach unten.
Volatilität ist das am häufigsten genutzte Risikomaß. Sie macht Anlagen mit ähnlicher Renditeerwartung vergleichbar: Liefern zwei Strategien langfristig 6 % pro Jahr, ist die mit niedrigerer Volatilität in der Regel die ruhigere, leichter durchzuhaltende Wahl. Für die Praxis gilt: Aktien haben üblicherweise eine Volatilität von 15–25 % pro Jahr, kurzlaufende Anleihen guter Bonität deutlich darunter.
Beispiel
Aktien haben langfristig eine deutlich höhere Volatilität als kurzlaufende Staatsanleihen guter Bonität – das schlägt sich in stärkeren Kursausschlägen nieder.
Häufige Verwechslung
Hohe Volatilität ist nicht automatisch dasselbe wie hohes Verlustrisiko. Sie misst Schwankung in beide Richtungen, nicht nur nach unten.
Merksatz
Volatilität misst Schwankung, nicht Verlustwahrscheinlichkeit – hohe Schwankung ist nicht gleich schlechtes Investment.