Duration ist ein Maß in Jahren, das zwei Dinge zusammenfasst: die durchschnittliche Bindungsdauer des in einer Anleihe eingesetzten Kapitals (gewichtet nach allen Zins- und Tilgungszahlungen) und – davon abgeleitet – die Empfindlichkeit des Anleihekurses gegenüber Zinsbewegungen. Eine Duration von 5 bedeutet vereinfacht: Steigen die Marktzinsen um 1 %, fällt der Kurs um rund 5 %. Sinken sie um 1 %, steigt der Kurs entsprechend.
Anleihen werden gern pauschal als „sicher" wahrgenommen. Die Duration zeigt, wie stark sie tatsächlich auf Zinsänderungen reagieren – und dass das Risiko mit der Laufzeit deutlich steigt. Langlaufende Staatsanleihen können in einem Zinsanstieg zweistellig verlieren, während kurzlaufende kaum spürbar reagieren. Für Anleihe-ETFs wird die durchschnittliche Duration des Portfolios ausgewiesen.
Beispiel
Steigen die Marktzinsen um 1 %, verliert eine Anleihe mit Duration von 7 vereinfacht rund 7 % Kurs. Eine Anleihe mit Duration 2 verliert nur rund 2 %.
Häufige Verwechslung
Duration wird oft mit Laufzeit verwechselt. Eine Anleihe mit 10 Jahren Laufzeit, aber hohem Kupon, hat eine kürzere Duration als eine Nullkuponanleihe gleicher Laufzeit.
Merksatz
Die Duration misst die Zinssensitivität – je höher, desto stärker der Kurshebel bei Zinsänderungen.