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Interest Coverage Ratio

Wie oft das operative Ergebnis die Zinslast deckt.

Auch genannt: Zinsdeckungsgrad · Zinsdeckung

Formel

Interest Coverage = EBIT / Zinsaufwand

Was bedeutet die Kennzahl?

Die Interest Coverage Ratio zeigt, wie gut ein Unternehmen seine Zinskosten aus dem operativen Ergebnis bedienen kann. Ein Wert von 5 bedeutet, dass das EBIT die Zinslast fünfmal deckt.

Hohe und niedrige Werte einordnen

Ein hoher Zinsdeckungsgrad deutet auf komfortablen Spielraum bei der Bedienung der Schulden hin. Ein niedriger Wert bedeutet, dass schon kleine Ergebnisrückgänge die Zinszahlungen gefährden können.

Einordnung

  • Kann positiv sein

    Eine hohe, stabile Zinsdeckung gibt Sicherheit, auch in schwächeren Jahren die Schulden zu bedienen.

  • Kontextabhängig

    Wie viel Deckung nötig ist, hängt von der Stabilität des Geschäfts ab.

  • Warnsignal

    Eine niedrige oder fallende Zinsdeckung ist ein deutliches Risikosignal.

Diese Einordnung ist eine Orientierung, kein Urteil – und hängt immer vom Gesamtbild ab.

Was ist ein Warnsignal?

Eine sinkende Zinsdeckung ist ein ernstzunehmendes Warnsignal – besonders, wenn gleichzeitig Schulden zu höheren Zinsen refinanziert werden müssen.

Typische Fehlinterpretationen

  • Die aktuelle Zinsdeckung als dauerhaft ansehen, obwohl Refinanzierungen die Zinslast erhöhen können.
  • Nur das EBIT betrachten und schwankende Ergebnisse ignorieren.
  • Die Kennzahl ohne den absoluten Schuldenstand interpretieren.

Merksatz

Die Zinsdeckung zeigt, wie viel Luft zwischen Ergebnis und Zinslast liegt. Fällt sie, ist erhöhte Aufmerksamkeit angebracht.

Diese Kennzahl ist ein Analysewerkzeug und keine Anlageempfehlung. Die Inhalte dienen ausschließlich der finanziellen Bildung.

Welche Kennzahlen daneben prüfen?

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