FCF Conversion
Wie viel des buchhalterischen Gewinns tatsächlich als freier Cashflow ankommt.
Auch genannt: Free Cash Flow Conversion · Cash Conversion
Formel
FCF Conversion = Free Cashflow / Jahresüberschuss
Was bedeutet die Kennzahl?
Die FCF Conversion zeigt, wie gut ein Unternehmen seinen buchhalterischen Gewinn in echten, freien Cashflow übersetzt. Sie ist ein Maß für die Qualität des ausgewiesenen Gewinns.
Hohe und niedrige Werte einordnen
Eine FCF Conversion nahe oder über 100 % deutet auf hohe Gewinnqualität hin – der Gewinn ist „cash-gedeckt". Liegt sie dauerhaft deutlich darunter, sollte man die Ursachen prüfen: hoher Investitionsbedarf, wachsendes Working Capital oder aggressive Bilanzierung.
Einordnung
Kann positiv sein
Eine über Jahre hohe FCF Conversion ist ein gutes Zeichen für die Qualität des ausgewiesenen Gewinns.
Kontextabhängig
Investitions- und Working-Capital-Zyklen lassen die Conversion natürlich schwanken.
Warnsignal
Dauerhaft niedrige Conversion verdient eine genauere Ursachenanalyse.
Diese Einordnung ist eine Orientierung, kein Urteil – und hängt immer vom Gesamtbild ab.
Was ist ein Warnsignal?
Eine dauerhaft niedrige FCF Conversion ist ein Hinweis, dass der Gewinn nicht vollständig in verfügbares Geld mündet.
Typische Fehlinterpretationen
- Einzelne Jahre überinterpretieren – Investitionszyklen lassen die Conversion schwanken.
- Eine hohe Conversion durch aufgeschobene Investitionen als Qualität lesen.
- Die Kennzahl bei stark wachsenden Unternehmen mit hohem Working-Capital-Aufbau falsch einordnen.
Merksatz
Die FCF Conversion fragt: Wird aus Gewinn auch Geld? Nahe 100 % über mehrere Jahre spricht für ehrliche Gewinne.
Diese Kennzahl ist ein Analysewerkzeug und keine Anlageempfehlung. Die Inhalte dienen ausschließlich der finanziellen Bildung.
Welche Kennzahlen daneben prüfen?
Begriffe im Börsenlexikon
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